Zwergenkonzert „Spurensuche“

(c) Julia Maltry

Wann?

21.09. | 11.00 Uhr
22.09. | 9.30 & 11.00 Uhr

Wo?

Stadtteilschule Drewitz | Großer Saal
Oskar-Meßter-Str. 4-6
14480 Potsdam

Info

Auf einem weichen Tuch zwischen Kisseninseln lauschen Kinder, Eltern und Erzieher einem halbstündigen Konzert. Der Raum wird in ein atmosphärisches und geheimnisvolles Licht getaucht und die kleinen und großen Zuhörer werden musikalisch in die fantastische Welt der Tiere entführt.

Für Kinder von 1 bis 3 Jahren und ihre Eltern und Erzieher.
Eintritt frei, Anmeldung unter info@oskar-drewitz.de oder 0331 2019704.

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Klassik im Sommer!

Am Donnerstag, den 22. Juni 2017 präsentieren wir eine Bühnenshow auf dem Ernst-Busch-Platz. Es geht um 16.00 Uhr los und dauert bis 20.00 Uhr. Es wird sehr spannend, da die Kinder aus der Stadtteilschule mitmachen. Auch die Kammerakademie wird dabei sein.

Um 16.00 Uhr fängt das Kinderkonzert „Peter und der Wolf“ an. Danach singt der Chor der Stadtteilschule.

Um 18.00 Uhr spielt das Hornquartett der Musikschule „J.S. Bach“.

Um 19.00 Uhr spielt das Bläserquintett der Kammerakademie Potsdam

Es gibt Essen und Trinken!

Seid dabei!

Schülerinnen der 5. Klassen entwickeln eine Mini-Werbekampagne für das „Klassik Open Air“.

 

Text: Emely und Sharon, Klasse 5a
Video: Emely, Sharon, Dilan, Maria & Safira

Studierende der FH Potsdam besuchen den Drewitzer Dreiklang

Heute bekam der Drewitzer Dreiklang Besuch von Studierenden des Studiengangs „Kulturarbeit“ der FH Potsdam. Gemeinsam mit Vertretern der Kammerakademie und oskar. das begegnungszentrum besuchten sie den Stadtteil, ließen sich über das kulturelle Bildungsprogramm „Musik schafft Perspektive“ informieren und diskutierten über Community Music.

Ausgezeichnet! BKM-Sonderpreis für „Musik schafft Perspektive“

Das kulturelle Bildungsprogramm „Musik schafft Perspektive“ der Kammerakademie Potsdam wurde am Mittwoch, dem 26.04.2017, von Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters mit dem BKM-Sonderpreis „Kultur öffnet Welten“ ausgezeichnet. Die Staatsministerin würdigte das Programm als eine Initiative mit bundesweiter Relevanz und Modellhaftigkeit. Vertreter des Orchesters, der Grundschule „Am Priesterweg“ und des Begegnungszentrums „oskar.“ nahmen den mit 10.000 Euro dotierten Preis bei der gestrigen Preisverleihung im Schauspielhaus Düsseldorf entgegen.

Aus der Begründung der Jury heißt es, die Initiative der Kammerakademie Potsdam schaffe eine langfristige Zusammenarbeit zwischen einem professionellen Orchester, einer Grundschule und einem Begegnungszentrum. Dieser musikalische Brückenschlag sei – und das zeichne dieses Projekt besonders aus – eingebettet in das soziale Umfeld: Kitas, Jugendhilfe, Sportsclubs, Seniorenheim, Quartiersmanagement und die Wirtschaft aus dem Kiez seien mit von der Partie. Wegweisend und übertragbar sei die langfristig angelegte, strukturbildende Vernetzung von Schule, Orchester und den sonst völlig getrennten Lebenswelten im Stadtteil. „Alt und Jung, Kultur und Wirtschaft, Profis und Laien, MigrantInnen und Ortsansässige, sie alle verständigen sich durch die gemeinsame Sprache der Musik.“

Mit dem Preis wird das 2013 initiierte und vielfach ausgezeichnete kulturelle Bildungsprogramm der Kammerakademie Potsdam erstmalig auf der Bundesebene geehrt. Von den deutschlandweit über fünfzig vorschlagberechtigten Institutionen haben das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg (MWFK) und die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) das Programm für den Sonderpreis empfohlen. Schulleiterin Elvira Eichelbaum: „Für uns ist diese Auszeichnung ein grandioser Erfolg und eine enorme Wertschätzung unserer Arbeit. Für Kinder und Eltern im Stadtteil öffnet Musik jeden Tag neue Welten und verändert damit die Lebenswelt der Menschen, die in Drewitz zuhause sind. Mit unseren Erfahrungen und Erfolgserlebnissen möchten wir andere ermutigen, lokale Netzwerke zu bilden und mit Kulturangeboten mehr Chancengleichheit und Teilhabemöglichkeiten zu schaffen.“ Gefördert wird das Programm maßgeblich von der F.C. Flick Stiftung, dem MWFK und aus Mitteln des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt Potsdam Am Stern/Drewitz“.

Präsentation „Musik schafft Perspektive“ anlässlich der Nominierung für den BKM-Sonderpreis

Im Rahmen der Nominierung wird „Musik schafft Perspektive“ am 13. April zwischen 11.00 und 14.30 Uhr im Rahmen einer kleinen Sonderveranstaltung vorgestellt. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist für alle interessierten Besucher kostenlos, Anmeldung siehe unten:

Ablauf
Treffpunkt ist um 11.00 Uhr auf dem Ernst-Busch-Platz in Potsdam-Drewitz. Gemeinsam werden wir dann einen knapp einstündigen Spaziergang entlang der „Musik-schafft-Perspektive-Orte“ durch den Kiez unternehmen. Geführt wird der kleine Rundgang von Vertretern des Dreiklangs (Kammerakademie Potsdam, Grundschule „Am Priesterweg“ und „oskar. das begegnungszentrum“) und Herrn Carsten Hagenau, der die Quartiersentwicklung, die energetische Sanierung des Stadtteils und vor allem die Entwicklung der Plattenbausiedlung hin zur Gartenstadt mit ihrer Stadtteilschule von Beginn an mit seinem Kommunikationsbüro begleitet hat. Begleitet werden wir außerdem von Vertretern der Landeshauptstadt Potsdam, der Bürgervertretung und der Wohnungswirtschaft. Unser Spaziergang endet in der Stadtteilschule, wo wir die Chance nutzen und in einer kleinen Ausstellung ausgewählte Projekte des Programms Revue passieren lassen. Die Ausstellung bildet gleichzeitig den Rahmen für eine lockere Gesprächsrunde mit weiteren Netzwerkpartnern, Förderern und Teilnehmern des Programms. Ein gemeinsames Mittagessen auf der Terrasse des Begegnungszentrums rundet den Besuch ab, sodass unser Programm gegen 14.30 Uhr endet.

Rückmeldung
Wenn Sie an Führung, Gesprächsrunde und/oder Mittagessen teilnehmen möchten, bitten wir um Rückmeldung bis Freitag, 7. April freuen. Ihre Rückmeldung senden Sie bitte per Mail an Carolin Schmidt, carolin.schmidt@oskar-drewitz.de.

„Musik schafft Perspektive“ nominiert für BKM-Sonderpreis „Kultur öffnet Welten“

Das kulturelle Bildungsprogramms „Musik schafft Perspektive“ der Kammerakademie Potsdam ist für den Sonderpreis „Kultur öffnet Welten“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien nominiert. Am 26. April gibt Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters MdB  im Schauspielhaus Düsseldorf die drei Preisträger des Wettbewerbs bekannt. Nominiert sind neben dem in Potsdam Drewitz realisierten Programm neun weitere Initiativen aus dem gesamtem Bundesgebiet. Am 13. April findet eine Sonderveranstaltung in Drewitz statt.

Mit dem Sonderpreis „Kultur öffnet Welten“ werden kulturell-künstlerische Projekte gewürdigt, die bereits erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden und die wegen ihrer bundesweiten Relevanz und Modellhaftigkeit eine Würdigung durch die Staatsministerin verdienen. Die nominierten Initiativen zeichnen sich insbesondere durch neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Akteuren aus Kultur und anderen Bereichen wie Sport, Wirtschaft, religiösen Gemeinschaften oder der Zivilgesellschaft aus. Von den bundesweit über fünfzig vorschlagberechtigten Institutionen haben das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg (MWFK) und die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) das Programm der Kammerakademie für den Sonderpreis empfohlen.

„Musik schafft Perspektive“ ist eine Initiative, die sich die langfristige und strukturbildende Zusammenarbeit zwischen einem professionellem Orchester, einer Grundschule und ihrem sozialen Umfeld im Spannungsfeld kultureller Bildung zum Ziel gesetzt hat. Hauptpartner des Programms ist die Potsdamer Grundschule „Am Priesterweg“, die gemeinsam mit dem Begegnungszentrum „oskar.“ die Stadtteilschule Drewitz  bildet – einen deutschlandweit bisher einzigartigen Zusammenschluss von Schule und Begegnungszentrum. Im Jahr 2016 wurden rund 6.800 Kinder, Jugendliche und Erwachsene von den knapp 200 Kulturangeboten erreicht, die im Rahmen des Programms in und rund um die Stadtteilschule Drewitz stattfanden. Die Nominierung für einen der drei mit insgesamt 30.000 Euro nominierten Sonderpreise ist ein Meilenstein für den „Dreiklang“ aus Orchester, Schule und Begegnungszentrum. Sie zeigt: Was vor fast 10 Jahren als Musikprojekt für eine Grundschule im sozialen Brennpunkt begann, ist nicht zuletzt Dank der mehrjährigen Unterstützung durch die F.C. Flick Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz und des MWFK zu einer bundesweit beachteten Gesamtstrategie für mehr Teilhabe und Chancengleichheit durch kulturelle Bildung geworden. Am 26. April werden im Schauspielhaus Düsseldorf die von einer unabhängigen Jury ausgewählten Preisträger bekanntgegeben.

Musik schafft Perspektive

Seit 2008 führt die Kammerakademie innovative und zeitgemäße kulturelle Bildungsprojekte an der Stadtteilschule Drewitz durch. 2013 wurde dort das Programm „Musik schafft Perspektive“ initiiert, das sich die langfristige und strukturbildende Zusammenarbeit zwischen einem professionellem Orchester, einer Grundschule und ihrem sozialen Umfeld im Spannungsfeld kultureller Bildung zum Ziel gesetzt hat. Hauptpartner des Programms ist die Potsdamer Grundschule „Am Priesterweg“, die gemeinsam mit dem Begegnungszentrum „oskar.“ die Stadtteilschule Drewitz bildet. Zusammen mit der Kammerakademie entsteht ein deutschlandweit bisher einzigartiger Zusammenschluss von Orchester, Schule und Begegnungszentrum: der Drewitzer Dreiklang. Mit zahlreichen Formaten wie musikalisch- künstlerischen Workshops, Mitmach-Konzerten, Probenbesuchen und Leuchtturmprojekten in Verbindung mit öffentlichen Aufführungen und Interventionen wird ein umfassendes Programm der kulturellen Bildung, Teilhabe und künstlerischen Partizipation für die SchülerInnen der Grundschule „Am Priesterweg“, die Kinder des Stadtteils Potsdam-Drewitz und ihr Umfeld umgesetzt. Hierbei arbeiten alle Partner auf konzeptioneller und organisatorischer Ebene eng zusammen und führen die sehr unterschiedlichen Strukturen von Bildungseinrichtung, Kulturinstitution und Sozialraum erfolgreich zusammen. Das kulturelle Bildungsprogramm ist eingebettet ins Projekt „Gartenstadt Drewitz“. Dieses städtebauliche Vorhaben zählt zu einem der wichtigsten Projekte der Stadterneuerung in Potsdam, welches sich die klimafreundliche und sozialverträgliche Umgestaltung des Stadtteils mit energetisch sanierten Gebäuden, einem attraktiven grünen Wohnumfeld nach dem Vorbild der Gartenstadt, klimafreundlicher Mobilität und einer hohen Wohnzufriedenheit und Identifikation der Bewohner zum Ziel gesetzt hat.

MUSIK SCHAFFT PERSPEKTIVE ALS KULTURELLE BILDUNGSLANDSCHAFT

In den vergangenen Jahren stand das Erschließen der Drewitzer Orte, der Bedeutungsräume und der dahinter liegenden Strukturen, Akteure und Bedürfnisse im Fokus des Programms „Musik schafft Perspektive“. Das aus diesem Prozess gewonnene Vertrauen von SchülerInnen, LehrerInnen, StadtteilbewohnerInnen und den zahlreichen Programmpartnern bildet den Grundstein für das weitere Vorgehen. Etablierte Angebote werden fortgesetzt und stetig weiterentwickelt. Erfolgreiche Dialog-Formate wie das Musiker-Lehrer-Tandem werden weitergeführt, um musische und kulturelle Bildung nachhaltig und systematisch in den Lehrplan zu integrieren. Gemeinsame Aufführungen und Leuchtturm-Projekte wie „Stadtteil macht OPER!“ werden intensiviert und gemeinsam gestaltet. Vor allem aber werden neue Beteiligungsmodelle entwickelt, wissenschaftlich begleitet und mit gemeinschaftlich organisierten Angeboten erprobt. Wesentlicher Gelingensfaktor für dieses Vorgehen ist das dichte Netzwerk aus Partnerinstitutionen und Unterstützern, das in den vergangenen Jahren aufgebaut wurde. Wenn SchülerInnen mit dem Orchester, einer Kita und der lokalen Wohnungswirtschaft ein Musikprojekt realisieren, das vom Begegnungszentrum unterstützt und von der lokalen Wirtschaft mitgetragen wird, dann ist spürbar: nach fast zehnjährigem gemeinsamen Engagement ist aus einem Projektarrangement eine kulturelle Bildungslandschaft gewachsen, von der Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Stadtteil enorm profitieren. Bereits Kinder aus den Drewitzer Kitas werden von Musikangeboten der Kammerakademie erreicht, die dann später in der Stadtteilschule fortgesetzt werden können. Gemeinsame Aufführungen im Begegnungszentrum „oskar.“ sensibilisieren Eltern und Großeltern für die Lebenswelt der Kinder und laden gleichzeitig zu den Erwachsenenangeboten ein. Mit künstlerischen Interventionen im öffentlichen Raum bringen die Kinder Lebensfreude und sinnlich-emotionale Erlebnisse zu den BewohnerInnen, die nicht den Weg in die Stadtteilschule finden. Die durch städtebauliche Eingriffe verursachten Verlusterfahrungen der BewohnerInnen (die Umgestaltung der eigenen Wohnung, der Verlust des Parkplatzes, usw.) werden durch die Schaffung neuer Bedeutungsräume gemildert. Positive Erlebnisse wie der Besuch eines Kultur-Picknicks oder Open-Air-Konzerts vor der Haustür steigern die Wohnzufriedenheit und schaffen ein neues Selbstbewusstsein, das über Eltern und Erzieher den Weg in die Lebenswelt der Kinder findet. Dass die Idee einer engen Verzahnung von kultureller Bildung und Stadtentwicklung aufgeht, zeigt nicht nur die wachsende Nachfrage nach Musikangeboten. Es sind vor allem die jungen DrewitzerInnen, die sich spür- und messbar wohler fühlen in ihrer Lebenswelt. Durch das starke institutionelle Netzwerk kann das kulturelle Bildungsprogramm „Musik schafft Perspektive“ an verschiedensten Orten im Stadtteil als Plattform für Musikerlebnisse und eigenes kreatives Engagement genutzt werden. Es leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Bildung einer zufriedenen Stadtgesellschaft und unterstützt Kinder und Jugendliche bei der Entwicklung einer starken und mündigen Persönlichkeit.

ZIELE

Chancengleichheit, Inklusion und soziale Teilhabe durch kulturelle Bildung sind die omnipräsenten Ziele des Programms „Musik schafft Perspektive“. Das Programm setzt sich für ein offenes und tolerantes Quartier ein, für einen Stadtteil, in dem sich BewohnerInnen wohlfühlen und ihr Lebensumfeld aktiv mitgestalten. Modellhaft möchte der Dreiklang aus Orchester, Grundschule und Begegnungszentrum Inklusion und Partizipation unterstützen. So wird neben einem nachhaltigen kulturellen Bildungsangebot die Entwicklung von übertragbaren Formaten ermöglicht. Es geht dabei nicht um Erfolgsgeschichten. Vielmehr möchten die Angebote des Dreiklangs Resonanzen erzeugen. Denn wer in Schwingung versetzt wird, bringt auch andere zum Schwingen, wer sich geschätzt und wahrgenommen fühlt, der übernimmt Verantwortung und setzt sich für die Gemeinschaft ein. In den letzten Jahren wurde Drewitz mit großen und kleinen Musikangeboten zum Klingen gebracht. Kinder, Eltern, LehrerInnen und StadtteilbewohnerInnen ließen sich berühren von den „Klangwellen“ der Kammerakademie. Im Gegenzug soll auch der Drewitzer Dreiklang noch stärker in Schwingung versetzt werden – durch die Kinder der Stadtteilschule sowie Personen und Institutionen ihres Lebensumfeldes. Mit dem Jahresprogramm „Perspektivwechsel“ wurde im Jahr 2016 ein weiterer Schritt hin zu dialogischer Angebotsentwicklung unternommen. Langfristiges Ziel ist es, die Anspruchsgruppen im Stadtteil in die Lage zu versetzen, selbstständig Bedürfnisse zu formulieren und gemeinsam mit den relevanten Akteuren im Stadtteil entsprechende Angebote zu entwickeln. Die Kammerakademie Potsdam unterstützt diesen Prozess mit systematisch entworfenen, nachhaltig angelegten Aktivitäten, die einen Rahmen für Erfahrungen, Austausch und Reflexion bieten.

ZIELGRUPPEN

Zu den aktiven Teilnehmern zählen:
alle 380 SchülerInnen der Grundschule „Am Priesterweg“ sowie das gesamte Lehrerkollegium mit ca. 40 Personen = ca. 420 Personen.
MusikerInnen der Kammerakademie Potsdam, Gastsolisten und Dirigenten, weitere Künstler unterschiedlicher Sparten = ca. 50 Personen
ca. 120 Kinder und ErzieherInnen aus 4 Drewitzer Kitas
ca. 40 Vertreter und Nutzer von sozialen und kulturellen Institutionen aus Drewitz

Daneben erreicht das Programm Eltern und Familienmitglieder der SchülerInnen, BewohnerInnen und Akteure des Stadtteils
= schätzungsweise 1200 Personen, je nach konkreter Ausgestaltung und Weiterentwicklung des Programms ggf. auch mehr

ORTE UND ANGEBOTE

Das Programm findet überwiegend im Gebäude und auf dem Gelände der Stadtteilschule Drewitz statt sowie in Kitas, dem Pflege- und Wohnheim „Haus Abendstern“, in Wohnungen und auf Balkonen in der Plattenbausiedlung, im Konrad-Wolf-Park und auf dem Ernst-Busch-Platz sowie in Räumlichkeiten der freien Kinder- und Jugendarbeit. Fortlaufend werden neue Räume erschlossen .

EVALUATION, DOKUMENTATION UND WISSENSTRANSFER
Veranstaltungen und Arbeitsergebnisse werden in Form von Fotos und Video-Trailern gesichert. Sämtliche Veranstaltungen werden mit Termin, Beteiligten und erreichten Personen festgehalten. Es wird angestrebt, jede Aktivität mit den Beteiligten zu evaluieren und die Ergebnisse schriftlich festzuhalten. Im Laufe des Kalenderjahres 2017 wird eine Methode zur kontinuierlichen Selbst-Evaluation erarbeitet, die ergänzend zur Begleitung durch eine/n WissenschaftlerIn angewendet werden kann. Weiterhin läuft aktuell die Pilotphase zu einer kontinuierlichen wissenschaftlichen Prozessbegleitung und -beratung. Lernerfahrungen und Forschungsergebnisse werden schriftlich festgehalten, professionell aufbereitet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Erfahrungen und Arbeitsergebnisse werden außerdem in einem stetig wachsenden “Community Music”-Netzwerk platziert und diskutiert. Austauschpartner sind z.B. die Fachhochschule Potsdam (B.A.-Studiengang Kulturarbeit), die Fachhochschule Clara Hoffbauer Potsdam (Professur für Inklusionspädagogik), die Technische Universität Kaiserslautern (Professur für Stadtumbau und Ortserneuerung) und Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen (Stadtteiloper und internationale Hospitationsakademie “Partizipatives Musiktheater”). VertreterInnen des Programms tauschen sich regelmäßig in einschlägigen Fachforen und Arbeitskreisen aus (netzwerk junge ohren, Berliner Arbeitskreis Kinder- und Jugendmusik, Fachtage der Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg, usw.).

Design Thinking

Design-Thinking ist ein kreativer Ansatz, der zum Lösen von Problemen und zur Entwicklung neuer Ideen führt. Ziel ist dabei, Lösungen zu finden, die aus Anwendersicht (Nutzersicht) Sinn machen und überzeugend sind. Im Gegensatz zu anderen Innovationsmethoden wird Design Thinking als Methode und als Prozess lernbar und als Haltung über Prinzipien gelebt.

DAS PROJEKT
„Perspektivwechsel in Drewitz durch die Neugestaltung des Opernprojektes“ ist ein Projekt, das von der Design Thinking Trainerin Hedi Schaefer für die Kammerakademie Potsdam und die Stadtteilschule Drewitz erarbeitet wurde. Ziel des Projektes ist eine „Änderung der Sichtweisen“ hin zur Schülerperspektive mit Hilfe von Design Thinking Methoden, welche die Prinzipien Empathie, Diversität, Raum und „Prototyping“ erlebbar machen.

Hedi Schaefer entwarf für die Erarbeitung des Opernprojektes 7 Bausteine, die den Lehrern für ihren Unterricht zur Verfügung gestellt und flexibel eingesetzt werden können. Ein Baustein besteht aus der Beschreibung einer Methode, einer Anleitung, einer Materialliste, aus Arbeitsbögen und einem kurzen Erklärungsvideo (siehe Youtube-Kanal „Perspektivwechsel Drewitz„).

Die durch die Anwendung der Methoden gewonnenen Erkenntnisse werden einer „Neugestaltung des Opernprojektes“ zu Gute kommen und dafür dokumentiert. Die Ergebnisse werden sukzessive hier gesammelt und veröffentlicht.

HEDI SCHAEFER
Hedi Schaefer ist studierte Musik- und Medienwissenschaftlerin und ausgebildet als systemische Organisationsberaterin, Yogalehrerin und Design Thinker. Letzteres ist seit 2010 ihr freiberufliches Hauptbeschäftigungsfeld. Hedi arbeitet als Design Thinking Coach, Dozentin, Trainerin und Beraterin für diverse Zielgruppen weltweit. Sie war Track Manager und Dozentin an der School of Design Thinking („D-School“) am Hasso Plattner Institut und unterstützte den Aufbau von D-School-Initiaitven in Malaysia, China und Süd Afrika. Seit 2014 ist sie an der Design Akademie Berlin als Dozentin für User Centric Research und Innovation sowie Workshop Design im Studiengang M.A. Strategic Design zuständig. Sie arbeitet als Programmmanagerin und Beraterin für die HPI Academy und unterstützt das Programm „Professional Track“, ein intensives 3-Monatstraining für Entscheidungsträger. Mit Ihrer Firma Innovation Gym (info@innovationgym.consulting) ist Hedi für Unternehmen aus dem Automobil- bis Zahlensektor, für Kulturinstitutionen und NGOs tätig.

 

Stadtteil macht OPER!

Gemeinsam im Dreiklang von Orchester, Grundschule und Begegnungszentrum setzen die Kammerakademie Potsdam, die Grundschule Am Priesterweg und oskar. das Begegnungszentrum in der Gartenstadt Drewitz jedes Jahr ein besonderes Projekt um: zusammen wird Oper gemacht!

Anlässlich der „Potsdamer Winteroper“ entsteht eine eigene Drewitzer Fassung, bei der gemeinsam geplant, entwickelt, musiziert, getextet, gesungen, getanzt, geschauspielert gebaut und geprobt wird. Den Höhepunkt bilden vier Vorstellungen in der Sporthalle der Stadtteilschule, die zu diesem Anlass zu einem vollwertigen Opernsaal mit Bühne, Sitzreihen, Licht und Orchestergraben verzaubert wird.

In diesem Jahr steht Händels Oratorium „Israel in Egypt“ auf dem Programm der „großen“ Potsdamer Winteroper. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und wir sind gespannt, was sich Regisseurin Marita Erxleben, Librettist Michael Boden und der musikalische Leiter Nathan Plante für den Stadtteil ausdenken!